„Kinder, wer von euch hat schon einmal den Wind gesehen?“ Mit dieser spannenden Frage stieg Apostel Daniel Habich in den Predigtteil des Erntedankgottesdienstes ein. Am 04.10.26 lauschten rund 340 BesucherInnen den Worten des Apostels.
Bereits am Samstag kümmerten sich viele fleißige Hände um die Bestuhlung der Turnhalle, das Dekorieren, die Technik und einiges mehr, sodass das Erntedankfest am Sonntag besonders feierlich werden konnte. Der liebevoll hergerichtete Altar machte eindrucksvoll klar, wie reichhaltig Gottes Schöpfung ist. Ergänzt wurde die Dekoration durch beschriftete Herzchen der Kinder mit Dingen für die die Kleinsten unter uns dankbar sind.
Während des Predigtteils ging Apostel Habich auf viele verschiedene Bilder aus der Bibel ein, die er gut verständlich mit Erntedank und Gottes Schöpfung verknüpfte:
Gott hat all seine schöpferische Macht in ein kleines Senfkorn gelegt. Das klitzekleine Samenkorn wird schnell übersehen oder unterschätzt, aber mit den richtigen Bedingungen kann daraus eine Pflanze wachsen, die uns ernährt. Es braucht also äußerlich betrachtet gar nicht viel, der Glaube hilft, dass Kleines ganz groß wird! Auch für die Kinder gab es ein verständliches Beispiel: Gott und der heilige Geist wirken ähnlich wie der Wind: beide sind nicht sichtbar, die Auswirkungen allerdings schon! Den Wind kann man im Rauschen und Wirbeln der Blätter im Herbst gut erkennen, auch die bunten Drachen steigen hoch in den Himmel. Gott und der Heilige Geist wirken ähnlich: durch unseren Glauben und unsere Taten können wir Dinge bewirken und verändern. Für die jugendlichen ZuhörerInnen nannte Apostel Habich das Beispiel einer Bewerbung: Oft sind wir bei einer Stellenausschreibung vielleicht bereits abgeneigt, uns zu bewerben, der Mut verlässt uns, weil wir diese vielen Anforderungen doch sowieso nicht erfüllen. Doch der Glaube und das Vertrauen auf Gott helfen, er kann Wege ebnen, an die wir nicht gedacht haben und er hat das große Ganze im Blick.
Priester René Herrscher und Bezirksvorsteher Torben Halama wurden zum Mitdienen an den Altar gerufen. Die beiden Geistlichen waren bereits im Herbst in winterlich-weihnachtlicher Stimmung was für allgemeines Schmunzeln im Raum sorgte. Priester Herrscher berichtete von einer Schneewanderung, bei der er kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Schließlich marschierte er nur noch in die Fußstapfen des Vordermanns. So ist es auch bei Gott: manchmal können wir nichts mehr erkennen. Nicht die Schönheit der Natur, nicht die guten Dinge des Lebens. Doch die Fußspuren Gottes bleiben: wir müssen nur folgen. Irgendwann hört es auch wieder auf zu schneien.
Ein weiterer emotionaler Moment war die Ruhesetzung von Priester Frank Bittighofer aus Berghausen. Nach vielen aktiven Jahren im Prieseramt wurde er in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt. Sein Gemeindevorher beschrieb ihn mit dem Wort besonnen. Stets agierte er besonnen und zufrieden in seiner Aufgabe und unterstützte die Gemeinde hilfreich und mit viel Liebe. Dafür ist die Gemeinde Berghausen ihm sehr dankbar!
Zum Abschluss sang der Kinderchor ein schwungvolles Lied, danach durften die Kinder sich am „leckeren“ Altar bedienen.
Der Erntedankgottesdienst war ein voller Erfolg und wird noch lange in Erinnerung bleiben, denn wer feiert schon Erntedank in einer Turnhalle, darf vom Altar naschen und hört dazu noch weihnachtliche Schneegeschichten?
EJ